Canon bietet mit der EOS 60D erstmals eine digitale Spiegelreflexkamera der gehobenen Mittelklasse an, die ein schwenkbares Display hat. Der 3 Zoll große Bildschirm mit einer Auflösung von 1.040.000 Pixel kann um maximal 270 Grad gedreht werden und bietet dem Anwender so die Chance, unter Zuhilfenahme der Live-Ansicht Motive auch aus recht ungewöhnlichen Perspektiven in den Fokus zu nehmen. Die 60D mit eingebautem CMOS-Bildsensor kommt mit effektiv 18 Megapixel maximaler Auflösung daher und arbeitet mit einem DIGIC 4 Bildprozessor. Die Lichtempfindlichkeit ist von ISO 100 bis auf maximal ISO 12.800 erweiterbar. Der Dachkantprisma-Sucher bildet circa 96 Prozent des Gesichtsfeldes ab, während der Bildschirm mit einem Betrachtungswinkel von etwa 160 Grad 100 Prozent des Gesichtsfeldes abbildet. Für weniger ambitionierte Fotografen stehen zusätzlich zu den Standards noch die voreingestellten Aufnahmemodi Porträt, Landschaft, Neutral, Natürlich und Schwarzweiß zur Verfügung, zudem besteht die Möglichkeit, noch bis zu drei benutzerdefinierte Styles zu speichern. Im Serienbildmodus schießt die Kamera bis zu 5,3 Bilder pro Sekunde. Die EOS 60D ist zudem in der Lage, Videos in Full-HD-Qualität mit 25 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Die maximale Aufnahmezeit beträgt hier 29:59 Minuten oder höchstens 4 Gigabyte Dateigröße. Als Schnittstellen stehen eine HDMI-Buchse sowie ein kombinierter USB und AV-Anschluss bereit, dazu gibt es eine Steckverbindung für eine 3,5 mm-Klinke für den Anschluss eines externen Mikrofons. Zur Speicherung der Aufnahmen können Karten der Formate SD, SDHC oder SDCX verwendet werden.

Die Canon EOS 60D hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.149,00 EUR, ist nach einem knappen halben Jahr seit Markteinführung aber inzwischen für unter 900,00 EUR zu bekommen. Für diesen Preis erhält der Käufer eine Kamera, die Fotos in hervorragender Bildqualität produziert und mit einer sehr guten Arbeitsgeschwindigkeit punktet. Leichte Kritik erntet die 60D für die Bedienbarkeit der Tasten. Lediglich der Auslöser leistet einen leichten Druckwiderstand, alle anderen Tasten wirken zu leichtgängig und verunsichern den Benutzer dadurch ein wenig. Die Qualität der Video-Aufnahmen ist ebenfalls sehr gut, jedoch sollte man sich darüber bewusst sein, dass eine Spiegelreflexkamera kein Camcorder ist. Dies äußert sich hauptsächlich beim Autofokus, der spürbar unsanfter ist, als bei einer Videokamera und zudem beim Zoom Geräusche verursacht, die bei den Filmaufnahmen später zu hören sind.

 Posted by at  Tagged with: ,